Physiotherapie André Handwerg

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Stosswellentherapie

Therapie

Wie wirkt die Stoßwellentherapie?
Stoßwellentherapie arbeitet mit energiereichen Druckwellen. Diese werden mit einer Art Stift unmittelbar auf das zu behandelnde Gewebe gerichtet. Stoßwellentherapie kann auf zwei Arten angewendet werden: radial oder fokussiert. Bei einem Fersensporn z.B. werden radiale Stoßwellen angewendet, die nicht direkt auf nur einen Punkt ausgerichtet sind, sondern großflächiger sind und auch das umringende Gewebe und vor allem die Sehnenplatte an der Fußsohle mit behandeln. Die akustischen Druck- oder Schallwellen sind energetisch und reizen das angegriffene Sehnengewebe, wodurch das Gewebe zur Regenerierung und Heilung angeregt wird. Der Teufelskreis des ständig wieder neu Entzündens wird damit durchbrochen. Die Durchblutung und der Stoffwechsel an der behandelten Stelle werden stimuliert. Wenn die Behandlung erfolgreich ist, sind oft nicht mehr als 4 - 6 Behandlungen notwendig. Wenn nach 10 Behandlungen noch keine Verbesserung aufgetreten ist, ist eine weitere Behandlung nicht mehr sinnvoll.
Die Behandlung selbst kann ziemlich schmerzhaft sein, das ist aber bei jedem Patienten unterschiedlich. Die Schallwellen können mit einer Art lautem Klopfen sehr intensiv empfunden werden, vor allem zu Beginn der Behandlung. Die Intensität kann aber an die Schmerzgrenze des Patienten angepasst werden. Meist wird mit einer niedrigen Intensität begonnen und diese dann erhöht, sobald die erste Empfindlichkeit abklingt. Eine Behandlung dauert durchschnittlich 10 Minuten. Die Schmerzen nach der Behandlung sind unterschiedlich stark. Die schlimmsten Schmerzen sind nach Beendigung der Behandlung vorbei, aber manche Patienten haben noch bis einige Stunden oder Tage nach der Stoßwellenbehandlung anhaltende, etwas nagende Schmerzen.

Vor- und Nachteile der Stoßwellentherapie
Es gibt bei dieser Behandlungsmethode kaum Nachteile. Sie haben während der Behandlung zwar Schmerzen, meist sind diese aber gut auszuhalten, und nach der Behandlung klingen die Schmerzen schnell ab. Der große Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, dass dabei, im Gegensatz zu z. B.  Injektionen und Operationen, wenige negative Folgen auftreten. Wenn diese Behandlungsmethode erfolgreich ist, löst sich der Fersensporn im Laufe nur weniger Behandlungen auf.
Die Erfolgsquote ist verhältnismäßig hoch, eine Heilung ist aber nicht 100 % sicher. Die besten Ergebnisse werden bei Menschen erzielt, die ihre Probleme
noch nicht allzu lange haben. Wenn die Entzündung schon chronisch geworden ist, wirkt diese Behandlungsmethode weniger gut, aber dies gilt eigentlich für alle Methoden.

Indikationen für die radiale Stoßwellentherapie
Nach vorliegenden Erhebungen für die radiale extrakorporale Stoßwellentherapie lassen sich bei den typischen Indikationen in ca. 70 bis 90 % der Fälle langfristig gute bis sehr gute Behandlungsergebnisse erzielen:

• Fersensporn (Fasziitis plantaris)
• Tennis- und Golferellenbogen (Epicondylopathia radialis/ulnaris)
• Chronische Schultersehnenbeschwerden mit und ohne Verkalkungen (Impingement-Syndrom/Tendinosis calcarea)
• Achillodynie
• Tibiakantensyndrom
• Patellaspitzensyndrom
• Proximales Tractus Iliotibialis-Scheuersyndrom
• Trochanter-major-Schmerzsyndrom (Greater Trochanterica Pain Syndrome, eine Reihe von Erkrankungen im Bereich der seitlichen Hüfte wie Einrisse des Musculus gluteus medius bzw. minimus, Bursitis trochanterica sowie äußere schnappende Hüfte)
• Myofasziale Schmerzsyndrome (Chronische Schmerzen im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich)

Es gibt nur wenige Gegenanzeigen, die nach aktuellem Kenntnisstand die Anwendung von radialen Stoßwellen einschränken:

• Patienten mit Gerinnungsstörungen / Marcumarpatienten
• Tumorpatienten
• Wachstumsfugenbereich bei Heranwachsenden
• Schwangerschaft
• Herzschrittmacher


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