Physiotherapie André Handwerg

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Kondition

Gesundheits-Info

Kondition

Die Kondition wird in 5 motorische Hauptbeanspruchungsformen unterteilt

• Flexibilität / Beweglichkeit
o Statisch oder dynamisch-konzentrisch / exzentrisch trainierbar
o Wirkung auf Muskelsystem, Gelenksystem

• Kraft
o Statisch oder dynamisch-konzentrisch / exzentrisch trainierbar
o Wirkung auf Muskelsystem

• Koordination
o Intra- oder intermuskulär trainierbar
o Wirkung auf Muskelsystem, Nervensystem

• Ausdauer
o Lokal oder allgemein trainierbar, aerob oder anaerob
o Wirkung auf Muskelsystem, Herz-Kreislauf-System, Atemsystem

• Schnelligkeit
o Als Grundschnelligkeit oder Schnelligkeitsausdauer trainierbar
o Wirkung auf Muskelsystem, Nervensystem

Flexibilität

Unter Flexibilität versteht man das willkürliche Bewegungsausmass in einem oder mehreren Gelenken, abhängig von
 Gelenk-Typ
 Kapsel, Bändern
 Muskel, Sehnen
 Nerven
 Haut, Unterhaut, Bindegewebe
Die physiologische Funktionalität jeder einzelnen Struktur wirkt dabei leistungsbegrenzend.
Ab dem 50. Lebensjahr tritt ein altersbedingter Elastizitätsverlust ein.
Durch regelmässiges Bewegungstraining kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden.

Kraft
Kraft ist eine Grundeigenschaft des Menschen, mit deren Hilfe er eine Masse bewegt bzw. hält.
Die Kraftentwicklung verläuft geschlechtsspezifisch und in Schüben ab. Mädchen haben ihre Kraftentwicklung zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr abgeschlossen, Jungen können sich über das 18./19. Lebensjahr hinaus muskulär weiter entfalten. Ab dem 20./30. Lebensjahr nimmt die Kraftentwicklung ohne Training kontinuierlich ab. Bis zum 50. Lebensjahr kann der Rückgang der statischen Muskelkraft besonders durch dynamische Trainingsformen aufgehalten werden. Zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr kommt es zum Verlust der ursprünglichen Muskelmasse um 30-40%.

Koordination

Koordination als neuromuskuläres Zusammenwirken stellt die Grundlage aller Bewegungsabläufe dar. Hieraus resultieren Bewegungsqualität und- ökonomie, so dass bei einer gut koordinierten Leistung sich sogar der Energieaufwand und damit auch der Sauerstoffbedarf reduziert. Dies wiederum führt zu einer Entlastung der Herztätigkeit. Gleichzeitig verringert die Ökonomisierung der Bewegung das Verletzungsrisiko.
Das Bewegungssystem des Kindes organisiert sich von Entwicklungsstufe zu Entwicklungsstufe neu, wobei der Zuwachs an Koordinationsfähigkeit schubweise erfolgt, in Abhängigkeit von der Bewegungsbegabung und Bewegungserfahrung. Im Alter verringert sich auf Grund der biologischen Umstrukturierungsprozesse im Zentralnervensystem die motorische Anpassungsfähigkeit – es entwickelt sich ein starres Bewegungsverhalten bzw. allgemeine Bewegungsunsicherheiten, sofern keine regelmässige Schulung durch adäquate Bewegungsanforderungen erfolgt. Die Koordination ist bis über das 70. Lebensjahr hinaus trainierbar.

Ausdauer

Ausdauer ist eine konditionelle Grundeigenschaft und stellt die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung sowie Befähigung zu schneller Erholung dar.
Die Entwicklung der Ausdauer läuft nicht geschlechtsspezifisch ab, jedoch in Schüben. Das Ausdauertraining bei Jugendlichen führt zu Breiten- und Tiefenwachstum des Brustkorbes. Die Trainierbarkeit der Ausdauer ist auch im späteren Erwachsenenalter durchaus noch sehr gut. Nahezu alle kardiopulmonalen Parameter sind trainingsbedingt zu verbessern. Der gesteigerte Stoffwechsel und die ökonomischere Herztätigkeit führen zu einer gesamtkörperlich überdurchschnittlicheren Leistungsfähigkeit im höheren Alter. Die Einflussnahme durch sportliches Training auf die Ausdauerleistungsfähigkeit, auch im späteren Erwachsenenalter ist durch viele Untersuchungen nachgewiesen worden.

Schnelligkeit
Schnelligkeit bei sportlichen Bewegungen ist die Fähigkeit, auf einen Reiz bzw. ein Signal hin schnellstmöglich zu reagieren und/oder Bewegungen bei geringeren Widerständen mit höchster Geschwindigkeit durchzuführen.
Die Bewegungsschnelligkeit (Grundschnelligkeit)  und Schnelligkeitsausdauer lassen relativ früh nach. Aufgrund von Gewebsveränderungen sind sie nur mit Risiko trainierbar. Die Reaktionsschnelligkeit verändert sich je nach Situation und Aufgabenstellung und ist bis ins 60.-70. Lebensjahr erhaltbar.




 
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